Mögliche Berufe 
und Tätigkeitsfelder

Die großen Fortschritte in der Produktionstechnik und die damit verbundenen hohen Ansprüche an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter u.a. im Reinraumbereich und der Oberflächentechnologie führen zu einer verstärkten Nachfrage nach wissenschaftlich qualifizierten Personal in der technischen Anwendung, das neben praktischen Fähigkeiten auch über ein entsprechendes Grundlagenwissen verfügt und bereits im Studium die modernsten Methoden kennen gelernt hat.

Hieraus ergeben sich zahlreiche Tätigkeitsfelder der Absolventinnen und Absolventen in Industriebetrieben, die neue Werkstoffe entwickeln, herstellen, prüfen, verarbeiten oder verwenden sowie in der Qualitätskontrolle neuer Produkte. Durch die vielfältigen Qualifikationen im analytischen Bereich eröffnen sich auch Tätigkeitsfelder in der Konstruktion, Betreuung und dem Vertrieb analytischer Geräte, sowie in anwendungsorientierten oder technischen Bereichen von öffentlichen und privaten Forschungseinrichtungen und in Materialprüfanstalten.

Gerade im Produktionsbereich sind promovierte Naturwissenschaftler häufig überqualifiziert für die eher technischen Tätigkeiten z. B. in Reinräumen, die zwar im Gegensatz zu den Technikerberufen ein fundiertes naturwissenschaftliches Grundverständnis erfordern, für die aber wissenschaftliche Spezialkenntnisse im Allgemeinen nicht notwendig sind. Der Bachelor schließt diese Lücke. Da für die Bachelorabsolventen ungefähr das Tarifniveau der bisherigen Fachhochschulabsolventen zu erwarten ist, sind sie für die Unternehmen auch unter dem Aspekt der Wirtschaftlichkeit interessant.

Für die eher wissenschaftlich orientierten Absolventen empfiehlt sich die Aufnahme eines Masterstudienganges, entweder in Materialwissenschaft oder einer benachbarten Wissenschaft wie der Nanosystemtechnik. Es ist auch die Kombination mit Masterstudiengängen anderer Fachrichtungen z. B. in Multimedia oder Financial Management möglich.